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Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat eine Klage gegen die Stadt Hameln eingereicht. Sie fordert die Stadt auf, einen Lärmaktionsplan vorzulegen. Seit Mitte des vergangenen Jahres sind diese Pläne gesetzlich vorgeschrieben, heißt es von der DUH. Die Stadt Hameln weist in einer Stellungnahme die Vorwürfe der Deutschen Umwelthilfe als völlig haltlos zurück. Die Stadt habe im September 2024 ein Fachbüro damit beauftragt, einen Lärmaktionsplan zu erstellen. Früher sei dies nicht möglich gewesen, weil die zuständige Sachbearbeiterin der Stadt längere Zeit erkrankt war. Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz sei ebenfalls im September informiert worden, dass es bei der Erstellung des Lärmaktionsplans zu Verzögerungen komme. Der Deutschen Umwelthilfe habe Oberbürgermeister Claudio Griese in einer E-Mail am 02. Dezember mitgeteilt, dass ein Fachbüro beauftragt wurde und im Jahr 2025 mit den Ergebnissen gerechnet werden könne. Dass die Deutsche Umwelthilfe in Kenntnis dieser Ausgangslage eine Klage gegen die Stadt Hameln anstrengt, sei unverständlich. Die Stadt erwarte eine konstruktive Begleitung im Kampf gegen gesundheitsschädlichen Verkehrslärm. Dies erreicht man jedoch nicht, wenn Städte, die bereits entsprechend handeln und alles in die Wege geleitet haben, mit Klagen überzogen werden. Es gebe keine Verweigerungshaltung der Stadt Hameln. Inhaltlich lägen Stadt und Deutsche Umwelthilfe nicht auseinander. Es liege im ureigenen Interesse der Stadt, Verkehrslärm zu bekämpfen, um Bürgerinnen und Bürger schützen, die unter Verkehrslärm leiden. Die Stadt werde alles daransetzen, die Arbeit am Lärmaktionsplan zu beschleunigen. Dies gestalte sich jedoch schwierig, da das beauftragte Fachbüro stark mit Aufträgen belastet sei. Aktuell gehe die Stadt davon aus, dass der Lärmaktionsplan spätestens im Herbst dieses Jahres, möglicherweise bereits im Sommer fertiggestellt und vom Rat der Stadt beschlossen werden kann.
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